Als Gott

nach langem Zögern langsam aufstand, sich noch einmal umsah und dann ging, schlug die Kirchentür für einmal nicht laut ins Schloss, sondern klappte leise, beinahe vorsichtig hinter ihm zu. Stille war in diesem Raum nach diesem Abgang. Es dauerte, bis die Staubkörner sich noch einmal zitternd erhoben und leise flügelschlagend ein bisschen nervös hin und her flogen. Dann akzeptierten auch sie, was geschehen war. Und die Stille war wieder vollkommen.

Als sich später Türen wieder öffneten, Menschen ein und ausgingen, vermisste niemand etwas oder gar jemanden. Es gab genug, um sich zu beschäftigen. Nur manchmal, meist nach seltsamen Tagen, fragte die Türfalle am Abend ein bisschen besorgt und melancholisch: wo ist er nur hin? Ich vermisse ihn doch.

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